Was ist ein Onboarding Buddy?
Ein Onboarding Buddy ist ein erfahrener Kollege oder eine erfahrene Kollegin, die neuen Mitarbeitenden in den ersten Wochen und Monaten als persönliche Ansprechperson zur Seite steht: nicht als fachlicher Mentor, sondern als sozialer Wegweiser ins Unternehmen.
Neue Mitarbeitende stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen sich fachlich einarbeiten und gleichzeitig sozial ankommen. Wer sind die richtigen Ansprechpartner? Welche ungeschriebenen Regeln gelten? Wie funktioniert die Kaffeemaschine? Ein Onboarding Buddy beantwortet genau diese Fragen, die man seinem Vorgesetzten nicht stellen möchte.
Das Konzept ist nicht neu, hat aber durch die Zunahme von Remote- und Hybrid-Onboarding massiv an Bedeutung gewonnen. Wenn der erste Arbeitstag per Videocall stattfindet, ist ein Buddy oft der einzige persönliche Kontakt, der Orientierung gibt.
Was bringt ein Onboarding Buddy? Die Microsoft-Studie
Microsoft hat die Wirkung seines internen Buddy-Programms mit 600 Mitarbeitenden untersucht, und die Ergebnisse sind eindeutig:
Die Kernbotschaft: Je häufiger neue Mitarbeitende ihren Buddy treffen, desto schneller werden sie produktiv und desto zufriedener sind sie mit ihrem Onboarding. Regelmäßige, informelle Treffen (nicht formale Schulungen) machen den Unterschied.
Buddy vs. Mentor: was ist der Unterschied?
Ein Buddy begleitet auf sozialer und kultureller Ebene: Wer ist wer, wie läuft der Laden, wo gibt es Mittagessen? Die Rolle endet typischerweise nach 2–3 Monaten. Ein Mentor hingegen unterstützt die fachliche Entwicklung über einen längeren Zeitraum, oft ein Jahr oder mehr. Beides hat seinen Platz, und beides lässt sich kombinieren. Manche Unternehmen setzen bewusst auf einen Buddy aus einer anderen Abteilung, um von Anfang an Verbindungen über Teamgrenzen hinweg zu schaffen.
Warum ein automatisiertes Buddy-Programm?
In kleinen Teams funktioniert die Buddy-Zuweisung per Zuruf. Ab 50+ Neueinstellungen pro Jahr wird das aber unübersichtlich: Wer ist verfügbar? Wer passt zusammen? Finden die Treffen überhaupt statt? Ein Tool wie Workdate automatisiert das Matching, erinnert an Treffen und gibt HR-Teams Transparenz über den Vernetzungsgrad neuer Mitarbeitender.
- Automatisches Matching neuer Mitarbeitender mit erfahrenen Kolleg:innen
- Laufende Treffen: kein starrer Zeitplan, sondern integriert in den individuellen Arbeitsalltag
- Erweiterbar zum abteilungsübergreifenden Onboarding-Netzwerk
- Reporting über Teilnahme, Vernetzungsgrad und Feedback
→ Mehr zum Use Case Onboarding Networking
Häufig gestellte Fragen
Wie lange sollte ein Buddy-Programm dauern?
Die meisten Programme laufen 60–90 Tage. Die Microsoft-Studie zeigt, dass der größte Effekt in den ersten 90 Tagen entsteht, besonders bei 8 oder mehr Treffen in dieser Zeit.
Wer eignet sich als Buddy?
Idealerweise jemand, der das Unternehmen gut kennt, kommunikativ ist und freiwillig teilnimmt. Der Buddy muss nicht aus derselben Abteilung kommen. Im Gegenteil: ein abteilungsübergreifender Buddy erweitert das Netzwerk des Neuen von Anfang an.
Ist ein Onboarding Buddy dasselbe wie ein Mentor?
Nein. Ein Buddy begleitet auf sozialer Ebene (Kultur, Orientierung, ungeschriebene Regeln), ein Mentor auf fachlicher Ebene (Karriere, Skills, Entwicklung). Beides ergänzt sich, ersetzt sich aber nicht gegenseitig.
Muss der Betriebsrat zustimmen?
In den meisten Fällen nicht, da die Teilnahme freiwillig ist, Mitarbeitende ihre Daten selbst verwalten und keine Leistungskontrolle stattfindet. Eine frühzeitige Information des Betriebsrats ist dennoch empfehlenswert.
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